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Diese Website liegt mir sehr am Herzen, da ich sehr viel mit Hunden zu tun habe, und ich den größten Teil des Tages mit Hunden und Kunden in der freien ( ? ) Natur verbringe.


Es ist für mich völlig unverständlich, dass Jäger glauben, nein sicher sind, dass ihnen  Wald  und Flur allein gehört.

Die Gewissheit gibt ihnen ihre Flinte, der Deutsche Jagdschutz Verband und die Behörden.


Es gibt sicherlich auch Ausnahmen, die selbst entscheiden sollen welche Ausführung  für sie zutrifft.


"Einen streunenden Hund gibt es nicht. Ein freilaufender Hund ist ein wildernder Hund."
Hans B., Jäger


Wir dürfen und müssen es nicht hinnehmen, dass die Freiheit für Mensch und Hund immer eingeschränkter wird.

Ich möchte mir einmal einen Überblick über Rechte und Pflichten sowie deren Ansehen mit ihrer Hilfe verschaffen.

Natur ohne Jäger e.V. und wir Füchse, möchte ich ein sehr großes Lob für ihren Einsatz und Berichterstattungen danken.

Auch sehr informativ sind folgende Links:

www.wasjaegerverschweigen.de

www.lusttoeter.de


Auch ich werde sie in ihrer Arbeit unterstützen .


                                                 
                                                  Mario Grüter
                                    Diplom Tierpsychologe 

                                      www.mariogrueter.de


 

Wie sagte doch schon Theodor Heuss (1. Bundespräsident der BRD):

 „Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf.

 Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.“

 

Geschichte der Jagd

Jagd zwischen gestern und heute

Von den Anfängen des Menschen als Jäger bis ins 7. Jahrhundert hinein durfte zu jeder Zeit alles Wild an jedem Ort mit allen Mitteln gefangen oder erlegt werden. Entsprechend eng ist die Jagdgeschichte mit der Entwicklungsgeschichte der Menschheit verzahnt.

Jagd prägte die Kultur, Sozialordnung, Sprache, Musik und Kunst. Selbst Mythos und Religion erscheinen zuerst im Umkreis jagdlicher Betätigung.

Denn eine erfolgreiche Jagd war die Voraussetzung für das Überleben. Die Beute diente ausschließlich der Lebens- und Nahrungssicherung, so wurden Felle für die Kleidung, Knochen für die Herstellung von Werkzeug und Waffen gebraucht. Das Fleisch war unerläßliche Grundlage der Ernährung.

Die Bedeutung der Jagd wandelte sich erst durch die Domestizierung von Tieren. Später lösten Ackerbau und Viehzucht die Jagd in ihrer lebensnotwendigen Funktion ab.

Bannforste wurden eingerichtet

Im deutschen Bereich setzte sich im 7. Jahrhundert n. Chr. mit dem fränkischen Reich eine neue Bewertung der Jagd durch.

Die Könige strebten nach einer jagdlichen Sonderstellung, die im 9. Jahrhundert weitgehend anerkannt wurde. Das Recht des freien Tierfangs wurde durch sogenannte Bannforste eingeschränkt, in denen der Herrscher sich die alleinige Nutzung vorbehielt und Förstern die Verwaltung übergab.

Ursprünglich diente die Bannlegung der Erhaltung der Jagd, erst später kam die Schonung und Pflege des Waldes durch Rodungsverbote und Nutzungsbeschränkungen hinzu.

Die übergroße Jagdleidenschaft mancher Herrscher bot Anlaß zu heftiger Kritik.

So war die Verpflichtung zu Jagdfrondiensten sowie der umfangreiche Jagd- und Wildschaden in Flur und Wald eine der Ursachen für die Bauernkriege ab dem 14. / 15. Jahrhundert.

Im 13. / 14. Jahrhundert begann die königliche Zentralgewalt zu schwinden, die Macht der Landesherren wuchs.

Das Bannrecht ging auf die Landesherren über, die das Jagdrecht in ihrem Territorium einforderten. Ab 1500 beanspruchte der Landesfürst das Jagdausübungsrecht nicht nur in den ehemaligen Bannforsten, sondern im ganzen Land (Jagdregal).

Durch die damit verbundene Einteilung in hohen und niederen Adel entstand auch die hohe und niedere Jagd.

Der niedere Adel und die Bauern durften beispielsweise Hase, Fasan und Reh, also das Niederwild, erlegen, während die hohe Jagd u. a. auf Hirsch, Wildschwein oder Gams dem hohen Adel vorbehalten war.

Aus dieser Zeit stammt die Unterscheidung in Hoch- und Niederwild, die sich bis heute im Sprachgebrauch erhalten hat.



 

"Erst hat er sämtliche Welpen erlegt, anschließend gelang es ihm noch, die Fähe zu strecken.

Das ist effektive Fuchsbejagung."


 

Revolution: Bindung der Jagd an Grundbesitz

Die Revolution 1848 änderte die bisher bestehende Regelung.

Endgültig wird die Jagd an den Besitz von Grund und Boden gebunden. Mindestgrößen der Jagdflächen wurden vorgeschrieben und Verpachtungen ermöglicht, soweit das Jagdausübungsrecht nicht selber genutzt wurde.

Erstmals wurden von Behörden Jagdkarten ausgestellt, sie sind die Vorläufer unserer Jagdscheine.

Schon damals legten die Grundeigentümer Flächen zu Jagdgenossenschaften zusammen und damit auch den Keim für unser heutiges Reviersystem.

Der Durchbruch zu neuen jagdgesetzlichen Regelungen – wie Bewirtschaftung des Schalenwildes und Verbot des Schrotschusses auf Rehwild – kündigte sich 1925 im Sächsischen, 1926 im Thüringischen Landesjagdgesetz und 1934 im Preußischen Jagdgesetz an.

Ein alles vereinheitlichendes Jagdgesetz wurde bereits ab 1931 ausgearbeitet und 1934 als Reichsjagdgesetz erlassen.

Es schrieb unter anderem die Gründung von Jagdgenossenschaften, die behördliche Abschußplanung und die bestandene Jägerprüfung zur Erlangung eines Jagdscheines vor.

Die Jagdwissenschaft erlebte in der Folgezeit einen deutlichen Aufschwung.

 "Der Zweck des Jagens ist, etwas zu töten."
Hope, Jäger

Wirren der Nachkriegszeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Jagdwaffen unter Androhung der Todesstrafe eingezogen, die Jagd für deutsche Jäger verboten.

Den Besatzungssoldaten wurde hingegen die Jagd als Freizeitbeschäftigung erlaubt. Für sie gab es keinerlei Regeln und Vorschriften. Mit Maschinengewehren und Handgranaten wurden die Reviere leergeschossen, gleichzeitig führte die Lebensmittelknappheit in Deutschland zu starker Wilderei.

Bereits 1946 wurden in der britischen Besatzungszone Jägervereinigungen zugelassen. Zudem trat der amerikanische Gouverneur Lucius D. Clay für ein geregeltes, organisiertes Jagdwesen ein. In den Ländern der amerikanischen Zone hob das Militärregierungsgesetz von 1948 das Reichsjagdgesetz auf. In den anderen Besatzungszonen wurde die Jagd und die Entwicklung der Jagdverbände unterschiedlich gehandhabt.

 "Ich weiß gar nicht was Ihr wollt: ob Katz oder Kitz auf dem Luderplatz, wo ist da der Unterschied. Ich schieße jedenfalls auch jede Katze, die ich im Wald treffe und dann kommt die auf den Luderplatz."
Aus dem Forum von "Wild & Hund"

Bundesjagdgesetz und Volksjagdrecht

Der Plan eines bundeseinheitlichen Jagdrechts stieß zunächst auf politische und verfassungsrechtliche Bedenken, wurde jedoch konsequent weiterverfolgt. 1949 wurde in Bad Dürkheim der Deutsche Jagdschutz-Verband gegründet, dem sich im Laufe der Jahre alle westdeutschen Landesjagdverbände anschlossen.

Am 1. April 1953 trat in der Bundesrepublik das Bundesjagdgesetz – als jagdrechtliches Rahmengesetz – in Kraft. Es kann nur Rahmenvorschriften erlassen, ausführende und ergänzende Vorschriften sind allein Sache der Länder.

In der DDR wurde 1953 das Jagdrecht vom Grundeigentum getrennt und in ein Volksjagdrecht überführt. Die Ausübung bekamen zunächst Jagdgesellschaften übertragen, die unentgeltlich Jagdflächen zur Verfügung erhielten.

Die Mitglieder der Jagdgesellschaften entrichteten einen einheitlichen, geringen Mitgliedsbeitrag. Das erlegte Schalenwild war ablieferungspflichtig, die Wildbewirtschaftung erfolgte durch staatliche Forstwirtschaftsbetriebe.

Nach dem Fall der Mauer galten Übergangsregelungen, in der Folge wurden in den fünf neuen Ländern Landesjagdgesetze und weitere jagdrechtliche Vorschriften auf Grundlage des Bundesjagdgesetzes erlassen.

Heute wird Jagd nicht nur national, sondern auch international bestimmt. Immer mehr nimmt die Europäische Union auf die jagdrechtlichen und jagdpolitischen Geschicke Einfluß.

Die Wahrnehmung der jagdlichen Interessen in der Europäischen Union und im Europarat liegt bei der FACE, dem Zusammenschluß der europäischen Jagdschutzverbände als Vertretung von rund 7 Millionen Jägern.

 

DJV als Dachverband der Landesjagdverbände

Als in den fünfziger Jahren der Deutsche Jagdschutz-Verband als Dachverband von elf Landesjagdverbände mit seiner Arbeit begann, konnte er bereits auf langjährige Erfahrung in der Verbandsarbeit zurückgreifen.

Bereits im März 1875 gründeten Jäger in Dresden den Allgemeinen Deutsche Jagdschutz-Verein (ADJV). Seine Ziele waren hauptsächlich: die Unterstützung von Staatsbehörden, die Mitarbeit bei der Jagdgesetzgebung vom Standpunkt des praktischen Jägers aus, die energische Verringerung der Wilderei und die Unterbindung des Handels mit gestohlenem Wild und Wildbret.

Nach dem Ersten Weltkrieg nahm der ADJV seine Arbeit wieder auf. Energisch lehnte er die Forderungen des Versailler Friedensvertages ab, wonach die Deutschen 120 Hirsche, 63.000 Rehe, 66.000 Hasen, 195.000 Fasanen und 6 Millionen Rebhühner als lebendes Wild sowie 75.000 Fasaneneier liefern sollten.

In der Zeit des Nationalsozialismus endete die Arbeit des ADJV, das Reichsjagdgesetz von 1934 löste 17 Ländergesetze unterschiedlichster Qualität ab.

 

Jagd heute

Ziele und Aufgaben der heutigen Jagd sind unter anderem: nachhaltige Nutzung einzelner Wildarten unter Berücksichtigung der Sozialstruktur, Förderung der freilebenden Tierwelt durch Schutz und Erhaltung eines artenreichen und gesunden freilebenden Wildtierbestandes, Vermeidung von Wildschäden in einer ordnungsgemäß betriebenen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, Regulierung überhöhter Wildbestände.


 

 

 

 

 

- Mords-Lust und Tötungs-Sucht -


In der Jägerzeitschrift WILD UND HUND Nr. 24/2003 wird in einem Artikel mit der Überschrift »Keine Angst vor der Lust«

über die Doktorarbeit eines Jägers berichtet:


»Beim Erlegen des Wildes erleben Jäger einen Kick und zu dem sollten sie sich bekennen...


Wichtig ist... die Tatsache, dass er (der Jäger) selbst irgendwann sterben wird. In dieser Gewissheit vernichtet

der Jäger das Leben eines wilden Tieres. Dabei verschafft er sich unbewusst das Gefühl, die Natur mit ihrer

beängstigenden Todesgewissheit zu beherrschen.


So ist also die häufig kritisierte ‚Lust am Töten' laut Kühnle

nichts anderes als ein‚ hingebungsvolles Streben nach Überwindung des Todes durch Naturbeherrschung'...


Dem Jäger geht es nicht um die Vernichtung eines speziellen Tieres, an das er sich herangepirscht hat.

Er erlebt aber seinen emotionalen Erfolg, den Kick, nur, wenn es ihm gelingt, das Leben eines speziellen Tieres zu vernichten...«

Auf der Jahrestagung des Forums lebendige Jagdkultur beschreibt Prof. Dr. Gerd Rohmann unter dem Titel:


»Neue Gedanken zur Lust an der Lust zwischen Erleben und Erlegen« das Jagderlebnis unter anderem wie folgt:


»Den emotionalen Höhepunkt seiner Jagd, den Kick, erlebt der Jäger immer dann, wenn er den todbringenden Schuss auslöst...«  

 

 

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Grün ist Mordsgeil  (im wahrsten Sinne des Wortes)

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23.09.2008     Jäger schießen 7000 Katzen


Kiel - Schlechte Zeiten für wildernde Katzen: In der vergangenen Jagdsaison wurden nach Angaben der Obersten Jagdbehörde 7406 wildernde Katzen in Schleswig-Holstein geschossen.

Das sind 23 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der geschossenen Wildschweine ist um 42 Prozent auf 11 576 gestiegen. Die Ursache für die starke Vermehrung sehen Experten

vor allem in der Zunahme der Maisanbauflächen


http://www.welt.de/welt_print/article2480386/.html
 

 

 


 

 

- Beute-Neid und Gier -

 

04.08.2006     Verurteilung wegen Verstoßes gegen Fuchsjagdverbot

London. DPA/baz.

Erstmals ist ein Jäger in Großbritannien wegen eines Verstoßes gegen das Fuchsjagdverbot bestraft worden.

Der 52- Jährige wurde am Freitag von einem Gericht in Devon im Südwesten Englands zu einer Geldstrafe von

500 Pfund (725 Euro) verurteilt, weil er mit zwei Hunden einen Fuchs gejagt hatte. Die Hetzjagd mit Hunden auf

Füchse und andere Wildtiere ist seit Februar 2005 verboten.
Der Jäger war von Tierschützern angezeigt worden, die mit Videoaufnahmen eine Hetzjagd nachweisen

konnten. Laut Gesetz ist die Jagd auf Füchse, Hasen oder Hirsche nicht generell verboten. Die Tiere

dürfen jedoch nicht mehr mit einer Hundemeute zu Tode gehetzt werden, weil dies nach Überzeugung

des Gesetzgebers Tierquälerei bedeuten würde.  

http://www.baz.ch/news/index.cfm?xObjectID=D97B71D1-1422-0CEF-70D64170C0FEC1B0

 


 

 

22.09.2005     Jäger streitet für Abschuss eines Wolfes

Die Erlaubnis zum Abschuss eines frei lebenden Wolfes in der Oberlausitz will ein Jäger gerichtlich einklagen.

Das zuständige Regierungspräsidium in Dresden hatte den Antrag des Mannes auf eine Ausnahmegenehmigung

abgelehnt, wie das Verwaltungsgericht in Dresden am Donnerstag mitteilte.

Die für Naturschutz zuständige 13. Kammer des Gerichts wird sich am 11. Oktober 05 mit dem Fall beschäftigen.
Der Kläger habe zur Begründung seines Anliegens angeführt, dass die zu hohe Zahl der Wölfe in der Lausitz den

einheimischen Wildbestand gefährde. Im Nordosten Sachsens fühlen sich Wölfe seit einigen Jahren wieder heimisch.

Im Jahr 2000 kamen auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in der Muskauer Heide erstmals Welpen zur Welt.

Dresden (ddp-lsc). (ddp) Artikel URL: http://de.news.yahoo.com/050922/336/4p6yc.html

 

 

Die Tiere sind eine durch das Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützte Art.

Sie dürfen weder gefangen noch getötet werden.
 

Nun mag sich jeder sein eigenes Bild machen, von den Motiven solcher Aktionen


Das Ganze ist ausschließlich mal wieder "Beuteneid"

 


 

Weitere Zitate aus diversen Jäger-Foren sowie Presseberichten zeigen ebenfalls auf, wie Jäger wirklich denken.

 

"Wir jagen, weil es uns Freude macht, und was wir Hege nennen, ist blanker Eigennutz, gelegentlich Fressneid.

Wir wollen den Habicht nicht fangen, weil uns die armen Fasanen leid tun, weil wir ihnen das ewige Leben wünschen.

Wir wollen Habicht, Wiesel, Fuchs und Co. nur ans Leder, weil wir deren Beuteanteile selbst schlagen und kröpfen wollen." 
Bruno Hespeler, Jagdautor, "Raubwild heute"

 


 

. . . . egal wie:    Hauptsache töten -

Nur zwei Argumente, die einmal mehr die Unfähigkeit beweisen:

 

"Ich selbst fange schon seit 50 Jahren in meinem Revier Fuchs und Marder mit dem großen Schwanenhals.

Bei sachgemäßer Aufstellung der Falle wird der Fuchs blitzartig durch Genick- und Drosselschlag getötet. Gewiss kann es auch hier gelegentlich zu einem Brantenfang* kommen,

ganz besonders bei Frost, wenn die Falle mit Verzögerung zuschlägt.

Was ist aber qualvoller für den Fuchs?

Ein paar Stunden mit der Brante im Eisen gefangen zu sein, oder einige Schrote durch einen schlechten Schrotschuss

in den Weichteilen zu haben und nach Tagen qualvoll zu verenden?"   ( Hugo Kieferle, Die Pirsch Ausg. 9/1989)

(Anm.:  tolle Alternativen.!!!  Aber was kann man anderes aus solchen Köpfen erwarten?
 

"Brantenfang"

 

bedeutet übrigens: 

Das Tier gerät mit seinen Läufen in die Falle.

Die Läufe werden eingeklemmt oder sogar abgetrennt. 

Es kann nicht mehr fliehen und leidet einen qualvollen Tod. Stunden-, oder tagelang.

 

---- So wie auf diesen Bildern, könnte es auch ein Fuchs, ein Hund oder eine Katze sein ----

 

Fotos: Walter Hoffmann


Was hat ein solches Verhalten noch mit Hege und Pflege zu tun?


Wo ist hier der normale Menschenverstand, das Mitgefühl für Tiere?


Sind es noch normale Menschen, die so handeln und in Kauf nehmen, das sich ein Tier tagelang quält?


Man muss doch schon wirklich eine starke Neigung zu Tierquälerei besitzen, um so etwas zu tun.

 

 

Kommentar:


Zur "waidgerechten" Ausübung der Jagd gehört nach Ansicht der Jäger auch das Aufstellen von Fallen zur Dezimierung

von "Raubwild" und "Raubzeug". Als "Fehlfänge" geraten jedoch immer wieder gefährdete Tierarten in die aufgestellten Fallen.

Für spielende Kinder und Spaziergänger sind sie ebenfalls eine große Gefahr.


Die vom Bundesjagdgesetz geforderte sofortige Tötung kann mit keiner Falle garantiert werden - auch nicht mit den angeblich

sicheren Abzugseisen, die bei Aufnahme des mit dem Abzug verbundenen Köders zuschlagen. Tiere, die zu groß für die aufgestellten Fallen sind, werden zu weit vorn erfasst, langsam erwürgt und erstickt. Tiere, die zu klein für die betreffenden Fallen sind, werden zu weit hinten getroffen und querschnittsgelähmt.


Die Fallenjagd muss auch deshalb grundsätzlich in Frage gestellt werden, weil für die Tötung der in dieser Form bejagten Tiere -

"Raubwild" und "Raubzeug" - der im Tierschutzgesetz geforderte "vernünftige Grund" fehlt. Denn aus ökologischer Sicht ist die

Dezimierung von Beutegreifern vollkommen unsinnig, und der menschlichen Ernährung dienen die erbeuteten Tiere ebenfalls nicht.

 

Reduzierung von Wildbeständen


Tatsache ist, dass es unter Umständen geboten sein kann, die von den Jägern in den vergangenen Jahren künstlich

aufrechterhaltenen hohen Wildbestände zu reduzieren, um den Tieren die Möglichkeit zu geben, sich den

Lebensraumbedingungen anzupassen. Es ist allerdings fraglich, ob man die dafür notwendigen Maßnahmen denjenigen

überlassen sollte, die ein Eigeninteresse daran haben, Tiere zu erlegen.

 

Die Diskussion darum, Bestandsgefährdete Tierarten wie Auerwild, Birkwild, Steinwild, Schneehase, Dachs oder Iltis,

die bundesweit in der Roten Liste aufgeführt sind, aus der Liste der jagdbaren Arten zu streichen und sie dem Naturschutzrecht

zuzuordnen, hat gezeigt, wie schwer es den Jägern fällt, das ökologisch Notwendige zu tun und zum Wohl der Allgemeinheit auf persönliche Privilegien zu verzichten.


Selbst in Naturschutzgebieten wird immer noch gejagt.


Dabei sollte die Natur wenigstens in diesen Schutzgebieten eine

Chance zur Selbstregulation erhalten. Jäger legitimieren die Jagd auf z.B. Füchse auch mit der Angst der Menschen vor

Krankheiten wie der Tollwut oder heutzutage dem Fuchsbandwurm. Revierbildende Arten wie der Fuchs regulieren ihren Bestand selbst.


Der Besitz oder Nicht-Besitz eines Reviers bestimmt die Nachkommenzahlen.


Nach verschärfter Jagd nehmen die Kämpfe um freigeschossene Reviere zu. Diese Kämpfe wiederum können zu einer verstärkten Ausbreitung der Tollwut führen. Durch die Jagd auf Füchse werden auch solche Individuen getötet, die bereits geimpft oder resistent sind.


Die Gefahr einer weiteren Tollwutausbreitung steigt.
 

 

Veraltete Tradition ist kein Garant für das moralisch Richtige !

 

JAGD IN DER VERGANGENHEIT

Sehr "männliche" Jäger begründen ihr Tun heutzutage oft mit einem angeblichen Trieb und der Behauptung,

dass es die Jagd schon immer gegeben habe. Aber der Mythos vom jagenden Mann als Ernährer ist Betrug.

Über 80% der Nahrung wurden schon in der fernen Vergangenheit überwiegend von Frauen und Kindern gesammelt.

Jagd, eine brutale "Nebensache", die zum größten Teil nicht der Ernährung, sondern wohl eher der Darstellung "männlicher" Macht diente.

Mit dem Aufkommen von Landwirtschaft und Tierzucht führte die Jagd zur Ausrottung von Bär, Wolf und Luchs.

Im Mittelalter beanspruchten "adlige" Herrscher (/innen) das Jagdrecht für sich und entwickelten Jagdformen wie z.B. das "Fuchsprellen".

Hierbei wurde ein an Bändern hängender Fuchs so lange in die Luft geschleudert, bis er schließlich vollkommen erschöpft

von Hunden zerrissen wurde. In Frankreich entstand die Parforcejagd auf Hirsche, in England die Fuchsjagd mit Hundemeuten, die noch

heute in diesen Ländern praktiziert werden. Der einzige Grund für diese Jagdformen war und ist die Lust am Leiden der Tiere, Lust am Töten.

Auch nach der Verbürgerlichung der deutschen Jagd als Folge der Revolution von 1848 änderte sich daran nichts Maßgebliches.

Während der Naziherrschaft wurde der Großteil der auch heute noch gültigen Jagdprinzipien zum Gesetz im deutschen Reich:

"Hege", das Selektieren und Ermorden angeblich zu schwacher oder überzähliger Tiere, Vernichtung angeblicher Schädlinge, ...

 

GEGENWART DER JAGD

Noch heute gibt der Großteil der ca. 326.000 Jäger/innen in Deutschland als Hauptgrund zu Jagen die Freude oder "Lust"

am Nachstellen und Töten der Tiere an, das "Beutemachen". Jagd ist Teil eines Weltbildes, das auf Hierarchien beruht,

auf HERRschaft über Menschen, Tiere, die ganze Natur. Die überwiegend reichen, zu über 95% männlichen, deutschen

Jäger und wenigen Jägerinnen, berufen sich zum Teil auf Jagdtraditionen aus der Nazi-Zeit, machen Jagdreisen im Stil deutscher

Kolonialherren und beschimpfen Jagdgegner mit rassistischen und sexistischen Parolen.

Am deutlichsten wurde ein Jäger kurz bevor er abdrückte mit den Worten:

"Ein Reh hat Augen wie ein 16jähriges Mädchen." 

 

(Anmerkung):   Ich zitiere hier dazu einmal die bekannte Buchautorin Karin Hutter, die da sagte:

"Ein Jäger liebt die Natur,  wie der Vergewaltiger sein Opfer"

 

JAGD IST KRIEG!

In der BRD sterben durchschnittlich mehr als 15.000 Wildtiere pro Tag durch die Gewehre und Fallen deutscher Jäger.


1.010.351 Rehe, 550.313 Hasen, 706.127 Wildkaninchen, 349.998 Fasane, 512.586 Wildenten, 537.539 Füchse.


Von den Mörder/innen nach deutscher Tradition sauber in Statistiken aufgeführt.


Auch Katzen und Hunde werden von Jäger/innen gnadenlos bejagt.


Hans Behnke, Autor des Buches "Jagdbetriebslehre" und 1974 für sein Schaffen vom "Deutschen Jagdschutz Verband" (DJV) geehrt, meint, der Mensch müsse den Katzen als "Geißel der Wildbahn den Krieg erklären" und fordert  zusätzlich, dass Katzen im Alter von zwei bis drei Jahren ablieferungspflichtig zur "humanen Tötung" werden sollten.


Andere Waidmänner loben die Leistungsfähigkeit von Fallen - während die intelligenten Füchse nur unter Schwierigkeiten darin zu fangen sind, seien Katzen weitaus effektiver mit einem Ring aus Scherenfallen um eine Ortschaft herum zu "bekämpfen".

Ebenso werden angeblich "wildernde" Hunde ermordet. Teilweise haben Jäger schon Hunde erschossen, die an der Leine oder den

begleitenden Menschen eine Wegbiegung voraus waren.


Auch Altgewordene Jagdhunde sterben meist bei so genannten "Jagdunfällen".

 

 

JAGD IST KEIN NATURSCHUTZ!

Jägerische "Hege und Biotoppflege" ist ein gravierender Eingriff in die Natur:

- Fütterung, teilweise mit vorbeugenden Medikamenten versetzt, um mehr Tiere zum Abschießen zu haben,

- Manipulation natürlicher Lebensräume, um Platz für "jagdbare" Tierarten zu schaffen,

- das Aussetzen von eigentlich hier nicht vorkommenden Tierarten als leichte Jagdbeute, zum Beispiel Fasane,

- Tonnen von Blei aus Schrotpatronen, ...

Für die Jäger/innen wurde es schwer ihre Mordlust, die sie sich 1993/94 über 1 Milliarde Mark kosten ließen, zu rechtfertigen.

Tradition ist ein äußerst fragwürdiges Argument, denn auch andere Formen von Ausbeutung, Folter und Krieg haben Tradition, besonders in Deutschland, sind aber unserer Meinung nach durch nichts zu rechtfertigen.

Wohl um sich ein zeitgemäßes Image zu geben, wurde die "traditionelle" Argumentation von der Jägerschaft durch ökologische (Schein)-Argumente ergänzt.

 

JAGD IST KEIN TIER- UND ARTENSCHUTZ!

Jäger behaupten nun in mehrfarbigen Werbebroschüren, dass die Jagd notwendig ist, da sich sonst nichtmenschliche Tiere unkontrolliert vermehren und andere ausrotten würden.


Im Bereich der Ökologie gilt allerdings als erwiesen, dass eine Tierart eine andere schon seit langem mit ihr zusammenlebende Art, nicht ursächlich ausrotten kann. Gegen so genanntes "Raubzeug" und "Raubwild" betreiben Jäger einen Vernichtungsfeldzug, weil diese Tiere für sie eine Konkurrenz darstellen.

Heinrich Spittler, ein Sprecher des "Deutschen Jagdschutz-Verbandes" (DJV) behauptet zum Beispiel die Füchse wären schuld am Aussterben der Hasen.


Selber jagende Gutachter wie zum Beispiel Dr. Heribert Kalchreuter und Prof. Paul Müller sind Urheber solcher unsinnigen Behauptungen.


Dort wo die Anzahl der Hasen stark zurückgegangen ist, sind es Menschen die dies verursacht haben.

Zum Beispiel durch die Zerstörung von Hasenlebensräumen als Folge industrieller Landwirtschaft, durch die Verbreitung giftiger Chemikalien und auch durch die Jagd.


Füchse sich nur zwischen 0-10% von Hasen ernähren und ein Großteil ihrer Nahrung aus Mäusen und Pflanzen besteht, wird ihnen von Jäger/innen die Schuld zugeschoben, wenn so genannte "jagdbare" Tierarten im Bestand abnehmen. Entgegen den Behauptungen von Jäger/innen vermehren sich auch die Füchse nie "über Gebühr".

Ihre Nachwuchszahlen richten sich nach Nahrungsangebot und der Anzahl der auf einem Gebiet schon lebenden Füchse.

Wenn Füchse bejagt werden, brechen ihre Sozialgemeinschaften auseinander. Dadurch werden erheblich mehr Füchsinnen schwanger und bringen Nachwuchs auf die Welt.


Wie schnell sie sich so vermehren können, dokumentieren die "Ergebnisse" von in den 70er Jahre in Deutschland durchgeführten grausamen Fuchsvergasungsaktionen:


Obwohl es das Ziel war die Füchse in einigen Regionen sogar auszurotten, "gelang" es den hinterhältigen Mörder/innen noch nicht einmal, ihre Anzahl auf Dauer auch nur zu reduzieren!


Obwohl Jäger/innen verantwortlich für die Ausrottung zahlreicher Tierarten waren und immer noch sind (Beispiel Jagdtourismus,...), stellen sie sich als die Bewahrer/innen des "ökologischen Gleichgewichts" hin.


Sie sorgen sich aber nicht um die bedrohte Natur, sondern sind Teil der Vernichtungsmaschinerie. Immer wieder werden einzelne Tierarten für Naturzerstörung verantwortlich gemacht, zu "Schädlingen" erklärt und gnadenlos vernichtet: Rehe werden als Waldschädlinge dargestellt, weil sie durch "Verbiss" teilweise die Verjüngung von Waldgebieten verhindern können.


Eine angebliche Überpopulation sollen dann gerade die Jäger/innen wieder ausgleichen, die durch die Verfütterung von Kraftfutter im Winter (teilweise aber auch in anderen Jahreszeiten) die Anzahl der Rehe künstlich hochhalten.


Manchmal wird dieses Futter auch noch vorbeugend mit Medikamenten versetzt, um sicherzustellen, dass in der kommenden Jagdsaison besonders prächtige "Trophäen geerntet" werden können, wie Jäger das Ermorden der Tiere nennen.


Bei Studien mit Verwandten des europäischen Rothirsches, den Sikahirschen in Nordamerika, stellte sich heraus, dass nach der Beendigung der Jagd die Anzahl der Tiere schlagartig zurückging. Außerdem sind bei der heutigen Monokulturwirtschaft, die auch in Waldgebiete "fortgeschritten" ist, angebliche "Überpopulationen" vorprogrammiert und von Menschen gemacht.


Auch Enten müssen um Ihr Leben fürchten, weil sie angeblich für die Gewässerverschmutzung verantwortlich sind.


Jedes Jahr kommt es deshalb an Teichen, Seen und Flussläufen zu regelrechten Massakern.


Jäger/innen betreiben mit der Flinte Gewässerschutz. Genau die, die für "Gewässerverschmutzung" hauptsächlich verantwortlich sind, denn die Gifte stammen zum größten Teil aus Industrieanlagen und aus der Landwirtschaft (z. B. Pestizide und Unmengen Gülle aus der so genannten "Tierproduktion",...). Sogar den "Schutz von Singvögeln" geben Jäger/innen an, um das Ausschießen von Krähennestern zu rechtfertigen.


Die Tierarten und die Vorwürfe gegen sie sind austauschbar. Jäger/innen wollen jagen, wer/welche auf der "Strecke" bleibt ist ihnen egal (natürlich nur solange die "Trophäe" stimmt).


Sie machen vermeintlich Schwächere und Wehrlose, in diesem Fall die Tiere, zu wortwörtlichen "Sündenböcken" um von sich selbst abzulenken. 

 

JAGD SCHÜTZT NICHT VOR "SEUCHEN"

Statt die Tier-Individuen zu respektieren und sie in Ruhe zu lassen, werden sie als gefährliche Meuten dargestellt, als

Massenpopulationen, die bekämpft werden müssten. Jäger/innen versuchen auch der Bevölkerung Angst, vor angeblich von wilden

Tieren ausgehenden Seuchen, zu machen. Im selben Atemzug stellen sich die Jäger/innen dann als Retter/innen der bedrohten

Menschheit dar, die die "bösen", "kranken" Tiere erschießen. Aber Tatsache ist: Die Jagd verringert nicht das Auftreten von Seuchen,

sie trägt sogar noch dazu bei, dass sie sich schneller verbreiten. Wie schon vorher dargestellt zerstört Jagd die sozialen Strukturen

vieler Tierarten und bewirkt beim Beispiel Fuchs, dass es viel mehr Nachwuchs und in Folge dessen auch viel mehr junge, Reviersuchende

Füchse gibt. Dabei legen sie größere Strecken zurück und haben öfter Kontakt mit Artgenossen, wobei dann Krankheiten übertragen

werden können. Im jagdfreien Gebiet des Nationalparks Berchtesgaden gibt es die Tollwut nicht. Bei Grafenau im Bayerischen Wald

wurde die Fuchsjagd probeweise eingestellt, mit dem Ergebnis, dass die Tollwut bereits nach kurzer Zeit erlosch.

  Wieso und warum ...
NATUR OHNE JAGD e.V. ?


Geht das überhaupt? Natur ohne Jagd?
Diese Frage wird uns oft gestellt. Nicht unbegründet, wie wir finden. Hat doch die Jägerschaft über einen langen Zeitraum unangefochten verbreiten können, die Jagd sei eine Notwendigkeit.
Doch ist dem wirklich so? Hand aufs Herz, wer hinterfragt schon die Aussagen der Jäger. Wer macht sich Gedanken darüber, ob die Realität nicht ganz anders ausehen könnte? Und wer weiß schon, was Jäger tatsächlich anrichten und wie viele Tiere der Jägerschaft zum Opfer fallen?

Und genau aus diesem Grund gibt es uns.
Wir fordern ein Jagdverbot.
Hört sich etwas plump, pauschal und einseitig an? Stimmt. Wer sich mit der Materie noch nicht oder kaum beschäftig hat, für den klingt das sicher so. Darum lassen Sie uns gemeinsam erarbeiten, warum wir sagen, die heutige Jagd ist nichts weiter als das Hobby einer Handvoll schießwütiger Waffennarren, für das 5 Mio. Tiere, Haustiere und sogar Menschen ihr Leben lassen müssen. Für das die Jägerschaft unsere Natur zerstört und unsere Umwelt massiv belastet.

In unserem Positionspapier können Sie die Schritte bis zu unserem Ziel nachlesen. Ganz klar fordern wir ein komplettes Jagdverbot, setzen dies aber mit dem Verbot einzelner Jagdarten und Methoden um. Die Mühlen der Justiz und des Tierschutzes mahlen leider langsam, so dass wir Schritt für Schritt erreichen müssen.

 


Positionspapier NATUR OHNE JAGD e.V.

Wir sind eine gemischte Gemeinschaft von Menschen, die sich für den Schutz von Tieren einsetzt, explizit aber, wie der Vereinsname bereits sagt, über das unnötige Hobby Jagd aufklärt und informiert. Das Alter unserer Mitglieder liegt zwischen 16 und 70 Jahren und wir freuen uns über jeden aufgeschlossenen Menschen, der mit uns aktiv werden möchte.

Wir sind überzeugt davon, dass Tierschutz zwar dringend nötig, aber noch lange nicht hinreichend vorhanden ist - denn genau wie wir Menschen haben auch Tiere Grundrechte, die es zu etablieren gilt. Diesen Tierrechtsgedanken möchten wir durchsetzen und stärker in das Licht der Öffentlichkeit rücken. Je nach Interesse und Kenntnisstand, nach Zeit und Lust, kann sich jeder Interessierte auf seine persönliche Weise bei uns einbringen und engagieren.

Wir sind in vielfältiger Weise aktiv und organisieren auf ideenreiche Art Proteste und Aufklärungsaktionen. So sind wir zum Beispiel sehr oft mit Info-Ständen gegen die Jagd in Tierheimen und Stadtfesten präsent, informieren über dieses veraltete Hobby und legen Daten und Fakten vor, die die Überflüssigkeit dieses Blutsports belegen. Bei Bedarf veranstalten wir an Schulen aktiven Tierschutzunterricht zusammen mit interessantem und kindgerechten Informationsmaterial sowie unserem zahmen Fuchs „Fritzi“.
Wir organisieren regelmäßig Demonstrationen in größeren Städten, schreiben Leserbriefe an die Presse und arbeiten auch politisch vielseitig, wenn die Rechte der Tiere mit Füßen getreten werden. Grundsätzlich möchten wir den Tieren, die keine Chance auf ein Leben ohne Leid und Qualen haben, Gehör verschaffen.

Allgemeines
Sämtliche Tiere sind Mitgeschöpfe der Menschheit und verfügen über Leidens- und Schmerz-empfindlichkeit wie der Mensch auch. Sie sollen von uns Menschen um ihrer selbst willen geachtet und geschützt werden. Selbst wenn eine unmittelbare Verantwortlichkeit des Menschen nicht gesehen wird oder nicht vorhanden ist, weil sich z.B. frei lebende Tiere nicht in seiner Obhut befinden, trägt der Mensch dennoch eine große Verantwortung, die weit über eine bloße Existenzsicherung für die Nachwelt hinausgeht.
Wildtiere, die dem Jagdrecht unterliegen, werden allein schon durch die Verfolgung, den Jagddruck und die daraus resultierende Panik in fast permanente Stress- und Angstzustände versetzt und verhalten sich heute schon bedenkenswert atypisch. Diese, durch die Jäger verursachten veränderten Verhaltensmuster wiederum, führen oft zu direkten Kontakt- und Berührungssituationen mit der Zivilisation und dienen in dem Moment der Jägerschaft wiederum als Grund, „regulierend“ mit der Waffe einzugreifen. Hier besteht explizit eine Überwachungs- und Sorgfaltspflicht, schon angesichts der weiteren Entwicklung unserer heimischen frei lebenden Wildtiere.
Auch die Tatsache, dass viele Tiere (bereits in jungen Jahren) an Bleivergiftung durch Jagdmunitionsreste verenden, ist eine unverantwortliche Folge dieses Hobbys. Für die Tötung von frei lebenden Tieren bedarf es eines vernünftigen Grundes. Ein vernünftiger Grund liegt jedoch bei dem Freizeitspaß „Jagd“ niemals vor.
Es sind also im Vorfeld verantwortungsbewusst alle Alternativen auszuschöpfen, die das Töten eines Tieres überflüssig machen könnten. Der Anspruch der Jagd, ein notwendiges Regulativ darzustellen, ist nicht erkennbar und nicht nachgewiesen. Die Notwendigkeit der Jagd auf frei lebende Tiere, (z.B. aus Gründen der Ernährungssicherung) ist in der heutigen Zeit aus Sicht des Tierschutzes nicht mehr gegeben.
Der Hinweis, dass die Jagd eine lange Tradition besitzt sowie ein historisch gewachsenes Nutzungsrecht des eigenen Grund und Bodens ist, kann aus Sicht des Tierschutzes ebenfalls nicht akzeptiert werden. Insbesondere dann nicht, wenn diese Grundstücke verpachtet werden und sich das Interesse ausschließlich in einer Freizeitorientierten Jagdausübung erschöpft.
Des Weiteren ist die Tötung von bestimmten Tierarten aus Sicht des Tierschutzes absolut nicht gerechtfertigt, wenn es sich dabei um eine Tierart handelt, die lediglich in vermeintlicher Nahrungs- bzw. Jagdkonkurrenz mit dem Jagenden steht.

Veraltete Tradition ist kein Garant für das moralisch Richtige

Der Wahnsinn hat kein Ende.

»Wir brauchen keine Jäger, die als Hobby und aus reinem Freizeitvergnügen Tiere tot schießen!« Nicht nur der Biologe Kurt Eicher weist auf aktuelle wissenschaftliche Studien hin: »Die Natur reguliert sich selbst. In unbejagten Gebieten Europas sind Tiere und Natur im Gleichgewicht.«

Dass die wahre Motivation für die Jagd die »Lust am Töten« und »Freude am Beute machen« ist, geben die Jäger in den einschlägigen Jagdzeitschriften offen zu. - Mit dem Staatsziel Tierschutz, das seit 2002 im Grundgesetz verankert ist, ist dies wohl kaum zu vereinbaren... Und immer wieder sind in der Presse Meldungen zu lesen, dass Jäger nicht nur 5 Millionen Wildtiere schießen, sondern dass auch ca. 350.000 Haustiere und jährlich etwa 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen ums Leben kommen.

Jäger schießen auf Wildtiere.

In Deutschland werden jedes Jahr ca. 5 Millionen Wildtiere erschossen, erschlagen oder in Fallen gefangen und grausam getötet. 5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, 10 Tiere pro Minute. Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.Jäger schießen auf Haustiere:
Was viele nicht wissen: In Deutschland werden Jahr für Jahr etwa 300.000 Hauskatzen und an die 50.000 Hunde von Jägern erschossen, erschlagen oder in Fallen gefangen. Viele Katzen kommen auch in einem Teilbereich der Jagdhundeausbildung um, dem so genannten Härtenachweis. Hier werden den angehenden Jagdhunden lebende Katzen zu Trainingszwecken vorgeworfen.Jedes Jahr sterben etwa 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen:

- Allein in Deutschland -

Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, ca. 600 pro Jahr, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich verläuft, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Schwager, sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Mountainbiker, Pilzsammler oder spielende Kinder. Den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften werden jährlich über 800 Jagdunfälle gemeldet, wobei diese Zahl sicher nur die Spitze des Eisbergs ist.

Jagd und Jäger verseuchen die Umwelt.

Mit jährlich ca. 1500 Tonnen Blei durch die verwendete Schrotmunition, einer Vielzahl von umge-stürzten und nicht beseitigten Hochsitzen sowie anderem Unrat. z.B. Futtertonnen, Plastikplanen, Eternitplatten, Polstermaterial usw. usw.
Wie lange lassen wir so etwas noch zu ?

Abschussverbot von Haustieren.

Haustiere sind nicht selten Opfer von Jägern. Der Abschuss freilaufender Hunde und Katzen wird im Bundesjagdgesetz mit einer angeblichen Gefährdung des Wildes gerechtfertigt. Offizielle Zahlen sprechen von ca. 300.000 getöteten Katzen und ca. 50.000 getöteten Hunden jährlich. Sehr oft jedoch übernehmen Haustiere eine wichtige Rolle bei ihren Besitzern und werden größtenteils auch als Familienmitglieder angesehen. Diese Tatsache scheint Jägern fremd zu sein.

Ein von uns gefordertes Tötungsverbot von Haustieren ist unerlässlich.


Verbot der Verwendung bleihaltiger Munition.

Umweltbelastungen in Höhe von jährlich ca. 1500 Tonnen hochgiftiger Bleimunition, allein durch das Hobby Jagd, sind absolut inakzeptabel und im Rahmen des allgemeinen Umweltschutz-Gedankens nicht mehr tragbar. Die Verseuchung von Böden und Gewässern mit diesem Schwermetall haben wir alle zu tragen. Diese Tatsache ist, nur wegen der Tötungssucht einer handvoll (0,4 % Bevölkerung-santeil) Waffenfetischisten, nicht weiter zu verantworten.

Wir fordern ein Verwendungsverbot bleihaltiger Munition.

Verbot der Fallenjagd.

Die Jagd mit Fallen stellt das übelste Jagdverfahren überhaupt dar und gehört mit sofortiger Wirkung verboten. In den meisten Fällen (und auch hier erst durch Lockstoffe angelockt), verenden die in Fallen gefangenen Tiere langsam und qualvoll. Die Fallen sollen angeblich sofort Töten, dies geschieht aber nur sehr selten. Oftmals werden die Tiere in den Fallen lediglich eingeklemmt und kommen nicht mehr frei. Abgetrennte Gliedmaßen oder aus Befreiungsversuchen resultierende Selbstverstümmelungen sind das Ergebnis. Selbst Tiere, für die solchen Fallen überhaupt nicht aufgestellt wurden, geraten in diese grausamen Fanggeräte und verenden stets sehr qualvoll, da lediglich die Blutversorgung der Organe verringert bzw. unterbrochen wird.
Wir fordern ein generelles bundesweites Verbot dieser Fangmethoden.

Abschaffung der Zwangsmitgliedschaften von Grundeigentümern.

Zwangsmitglied in einer Jagdgenossenschaft ist jeder, der weniger als 75 ha Land zu seinem Grundbesitz zählt. Er muss es dulden, dass auf seinem Grund und Boden Hochsitze errichtet werden und Tiere dem Hobby „Jagd“ zum Opfer fallen. Er hat sämtliche Selbstbestimmungsrechte hinsichtlich Genehmigungen oder Verweigerungen, dieses Hobby betreffend, verloren. Der Europäische Gerichtshof hat in einem früheren Urteil einem französischem Kläger Recht gegeben, der diese Regelung angefochten hat. Deutschland verweigert die Übernahme dieses Urteils mit einer fadenscheinigen Begründung. Eine Anerkennung und Übertragung dieses Urteils nach Deutschland wäre nicht denkbar, so das Gericht. Wir dagegen, sehen hier einen dringenden Handlungs-, bzw. Änderungsbedarf.

Wir fordern eine Übernahme des EU-Rechts, auch in dieser Hinsicht.

Zusammenfassung

Kurzfristig fordern wir ein striktes Verbot für
- die Fallenjagd, Treibjagd und Baujagd
- die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren
- das Töten von Haustieren durch Abschuss sowie Fallen
- das Aussetzen von jagdlich interessanten Tierarten
- die Verwendung bleihaltiger Munition
- die erzwungene Mitgliedschaft von Grundeigentümern in Jagdgenossenschaften

Weitere Maßnahmen

Tierärztliche Hilfe für verletzte Tiere muss gewährt werden. Die natürliche Einwanderung von ehemals heimischen, mittlerweile aber ausgerotteten Großsäugern muss stärker gefördert werden und darf nicht in Abhängigkeit von der Willkür der Jägerschaft und diversen Politikern stehen.

Um z.B. den „Jagd-Tourismus“ wirksam einzudämmen, muss die Werbung für Jagdreisen und die Einfuhr von Jagdtrophäen verboten werden.

Die Jagd in Naturschutzgebieten muss generell eingestellt werden. Große Schutzgebiete (ohne Jagd) müssen als Testgebiete eingerichtet und für längeren Zeitraum sich selbst überlassen werden.

Den Wildtieren müssen wieder jagdfreie, zusammenhängende, große Lebensräume im Sinne einer Biotopvernetzung zur Verfügung stehen. Eingriffe zur Nutzung eines Finanzorientierten ökologischen Gleichgewichtes sind unterzuordnen und im Vorfeld eines strengen kritischen Genehmigungsverfahrens zu unterziehen.

Gleiches gilt für landwirtschaftlich genutzte offene Landschaften mit Kleingehölz und Kleingewässern.

Die vorhandenen und veralteten Jagdgesetze müssen durch eine ökologisch durchdachte Naturschutzgesetzgebung abgelöst werden.

Der Status eines Naturschutzverbandes muss dem Deutschen Jagdschutzverband und seinen zahlreichen Untergruppierungen mit sofortiger Wirkung aberkannt werden.

Es sind alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Einflussnahme von Jägern auf Kinder und Jugendliche in Schulen und Kindergärten zu unterbinden.

 


DER TERROR HAT METHODE :

 DIE JAGDARTEN

Im Krieg gegen die Tiere verwenden die Jäger verschiedene Taktiken. Wir versuchen diese nachfolgend darzustellen.

Ein genauerer Eindruck kann unter anderem durch das Studieren von Jägerzeitungen, Jagdbüchern oder Jägerforen vermittelt werden.

 

GESELLSCHAFTSJAGDEN:

Bei diesen Jagden, die überwiegend im Herbst und Winter stattfinden, versammeln sich bis zu 50 und in Ausnahmefällen auch mehr Wildtierliebhaber.

Diese Jagden werden vorher geplant; Einladungen an alle Teilnehmenden verschickt. Sie beginnen meist am frühen Vormittag

(meistens am Samstag), und ziehen sich über mehrere so genannte "Treiben", oft durch eine Mittagspause unterbrochen.

Die Jäger versammeln sich frühmorgens an Kneipen (z.B. "Hubertuskrug",.) auf Privathöfen oder ähnlichem. Auffällig sind die oft teuren

Autos (Jeeps, Mercedes), Anhänger mit Gestellen für ermordete Tiere und eventuell Trecker mit Planwagen, in denen die Mörder von Treiben

zu Treiben kutschiert werden.

 

TREIB- UND DRÜCKJAGD :

Bei diesen Gesellschaftsjagdformen werden die Tiere durch Gruppen von Treiber/innen mal mit Lärm (Treibjagd), mal durch leises Durchgehen

des Gebietes (Drückjagd), aus den Verstecken vor die Flinten der wartenden Jäger/innen getrieben. Dabei werden auch Hunde eingesetzt.

Hochsitze, Kanzeln, Schirme und ähnliche Jagdeinrichtungen werden im Wald oft als Standorte der Jäger/innen benutzt, die meistens in

einer Reihe in Sichtweitenabstand zu finden sind. Bei Feldtreiben sind die Jäger/innen meistens an den Rändern, eventuell bei Bäumen

und Büschen postiert.

 

Wenn Tiere von einem Geschoß getroffen werden, aber wie es oft vorkommt, nicht sofort sterben, bleiben sie bis ans Ende des Treibens

liegen, um dann nach langen Qualen mit Handkantenschlägen oder "Fangschuss" getötet zu werden. Das gebietet das ungeschriebene

Gesetz der deutschen Jäger/innen, die "Waidgerechtigkeit". Nach dem Ermorden werden die Tiere von den Jägern zerstückelt

(das so genannte "Aufbrechen"). Die Jagd endet damit, das alle umgebrachten Tiere zur "Strecke" gelegt, mit Jagdhörnern "verblasen"

und die Todesschützen geehrt werden.


Bei der STREIFE, die vor Allem in übersichtlichem Gelände (Äcker, Felder,...) angewendet wird, geht eine Reihe Treiber mit Jägern

durchsetzt durch ein Gebiet. Zum Aufscheuchen der Tiere (Hase, Fasan,...) werden auch Jagdhunde eingesetzt. Die Jäger schießen

auf die flüchtenden Tiere. Bei größeren Jagden in unübersichtlichen Gegenden benutzen die Jäger teilweise Funkgeräte zur Koordination

mit den weiter entfernten Treibern. Die traditionelle aber immer noch übliche Methode zur Steuerung dieser Jagden sind Jagdhorn-Signale.

Es kommt vor, dass Mischformen der Jagdarten benutzt werden.

 

EINZELJAGD :

ANSITZJAGD


Diese Jagdform steht für das Erschießen der Tiere aus Verstecken wie Hochsitzen, Schirmen, Erdlöchern oder hinter Sträuchern (wortwörtlich wie Heckenschützen). Über längere Zeit sitzen die Jäger während der Morgen- und Abenddämmerung in ihren Verstecken. Teilweise wird auch in (mondhellen) Nächten gejagt, besonders in "Feldrevieren" um angebliche "Wildschäden" auf Äckern zu verhindern. Als Standorte fester "Ansitze" werden Plätze in Schussnähe von Tierpfaden (so genannte "Wechsel"), Suhlen, am Rand von Tierverstecken (so genannte "Dickungsränder") und dort, wo Tiere ihre bevorzugte Nahrung finden, z.B. angelegte "Wildäsungsflächen", Futterkrippen und ähnliches genannt.

PIRSCH (SCHLEICHJAGD)

Als "Krone aller Jagdarten" bezeichnen Jäger die PIRSCH, die aber nur sehr selten durchgeführt wird. Bei dieser Jagdart schleicht sich der Jäger bis auf Schussentfernung an ein Tier heran. Als bester Zeitpunkt nennen die Mörder die frühen Morgen- und Abendstunden nach einem Regenschauer, eventuell auch ruhige, sonnige Mittagsstunden (nicht bei Frost).


SUCHE, STÖBERJAGD, BUSCHIEREN

Diese Begriffe bezeichnen Jagd mit Hunden im Feld und im Wald. Die Hunde werden benutzt, um andere Tiere aufzuspüren oder sogar vor die Flinte des Jägers zu treiben.


BAUJAGD

Bei dieser Jagdart werden Tiere auf Tiere gehetzt und langer Qual ausgesetzt. Bei der Baujagd auf Fuchs und Dachs werden Hunde in den Bau geschickt. In der Enge des Baus entbrennt ein Kampf zwischen den Tieren, Füchse fliehen oft aus dem Bau, wo die Mörder warten. Dachse und Hunde verbeißen sich ineinander und Hund und Dachs werden vom Jäger ausgegraben (wenn sie es schaffen). Der Dachs wird ermordet. Bei der Baujagd auf Kaninchen werden Frettchen (zahme Iltisse, eine Marderart) eingesetzt, die die Kaninchen aus dem Bau treiben sollen, damit die Jäger sie erschießen können. Als besonders "geeignet" beschreiben die Grünröcke Tage mit trübem, windigen Wetter.


LOCK-, RUF- UND REIZJAGD


Bei diesen Jagdartenwerden Tiere durch Tierattrappen (oder lebendige, gefesselte), durch von Jägern nachgeahmte Tierlaute oder durch speziell angelegte Futterplätze angelockt. Die Jäger verstecken sich z.B. in Gräben oder Büschen, ... Füchse werden unter anderem mit Strohgefüllten Steinhaufen, in denen sich Mäuse einnisten (so genannte "Mäuseburgen") oder durch Nachahmen des so genannten "Mäusezwitscherns" angelockt.  


Obwohl verboten, wird in vielen Jagdbüchern die Verwendung von zuvor geschossenen Katzen als Fuchsköder empfohlen.

 

FALLENJAGD


Mit der Fallenjagd versuchen die Jäger unter anderem Fuchs, Marder, Iltis, Waschbär, Katze und Krähen zu fangen und zu ermorden. In Deutschland sind Fallen erlaubt, die angeblich "sofort töten" oder "unversehrt fangen". In der Realität kommt es aber oft vor, dass Tiere durch Fallen schwer verletzt, aber nicht getötet werden (z.B. wenn Marder in für Füchse gestellte Fallen geraten oder wenn Tiere nicht, wie von den Herstellern geplant, sondern z.B. mit der Pfote statt mit den Zähnen an den Köder gehen). Sogar Tötungstests wurden mit Fallen gemacht. Das Ergebnis dieser "humanen" Grausamkeit zeigte bei der "Conibear-Falle", die im Laborversuch zu 99% tödlich war, dass sie im Freiland "nur" 12% der Tiere tötete.


 

Aber auch angeblich "unversehrt fangende" Fallen bedeuten Qualen und Tod für die Tiere. Wenn sie von dem Jäger entdeckt werden, erwartet die Tiere folgendes Ende,

(Zitat aus einem Jagdbuch):


"Das im Sack gefangene Tier wird kräftig auf die Erde geschlagen und damit getötet; bei größeren Kreaturen, z.B. Katze, schießt man auf das im Sack gefangene Tier mit Schrot oder (...) mit der Kleinkaliberwaffe in die Öffnung der Kastenfalle."

 

Die Fallen sind oft an Orten aufgestellt, die die Tiere zwangsläufig passieren (Zäune, Bachübergänge, trockene Gräben ...). Fast grundsätzlich werden sie "verblendet" , das heißt mit Reisig und ähnlichem verkleidet. Bei versteckten Fallen wird ein Stock verwendet, um den Zustand der Falle zu kontrollieren. An der Position des Stockes ist auch aus einiger Entfernung zu erkennen, ob die Falle voll oder leer ist.

Anm.:  soviel zu:  Tierliebe, Naturschutz, Mitgefühl oder Waidgerechtigkeit

 

 

 


 

 

Die Vogelgrippe.


Ein weiteres ersonnenes Motiv der Jägerschaft, um Tiere ermorden zu können

Hier mal ein kurzer Einblick in die Realität

"Wie Steiof glauben viele Experten, dass nicht die Vogelzugrouten sondern die Lieferwege des internationalen Handels mit Geflügel und
Geflügelprodukten der Pfad sind, auf dem das Virus seinen Siegeszug über die Kontinente fortsetzt"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,491170,00.html


VIREN-VERGLEICH


Vogelgrippe-Erreger könnten aus Tschechien stammen
Die Vogelgrippe wurde wahrscheinlich über den Geflügelhandel von Tschechien nach Deutschland eingeschleppt. Experten werfen Gesundheitspolitikern nun vor, durch Festhalten an der Vogelzug-Hypothese wertvolle Zeit im Kampf gegen die Tierseuche verloren zu haben.

Berlin - "Das in Nürnberg isolierte Virus ist zu mehr als 99 Prozent identisch mit dem in Tschechien aufgetretenen Virus", sagte Agrarstaatssekretär Gert Lindemann am gestrigen Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Es seien Handelsbeziehungen zwischen einem Betrieb in der Nähe des Ausbruchsorts in Tschechien zu einem Betrieb 50 Kilometer von Nürnberg festgestellt worden.

DDP


Warnschild am Ortseingang von Frohburg (Sachsen): Falsche Hypothese über Erreger-Ausbreitung?
In Nürnberg wurden die auch für den Menschen gefährlichen H5N1-Viren bisher bei acht Wildvögeln nachgewiesen, in Sachsen bei drei Schwänen. "Wir untersuchen sämtliche Handelswege zwischen Franken und Tschechien", sagte Staatssekretär Lindemann. Dies sei wichtig, um Nutzgeflügel zu schützen.

Experten am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hatten die Erbinformationen der Erreger verglichen. "Der Grad an Übereinstimmung weist auf einen gemeinsamen, bisher nicht identifizierten Ursprung beider Viren hin", teilte das FLI am heutigen Donnerstag mit. Ob es eine direkte Verbindung zwischen den Ausbrüchen in Tschechien und Bayern gebe, sei bisher nicht bekannt. Wissenschaftler des Instituts untersuchen derzeit auch die Erbinformation von Viren aus dem sächsischen Ausbruchsgebiet.

In Tschechien gab es unterdessen neue Vogelgrippe-Fälle. In einem Geflügelzuchtbetrieb mit fast 28.000 Hühnern wurde bei 60 Tieren das Virus H5N1 festgestellt, berichtete am gestrigen Mittwoch die zuständige Behörde für Veterinärmedizin. Der Betrieb im Ort Norin liegt rund vier Kilometer von einer Truthahnfarm entfernt, wo das Virus vor einer Woche nachgewiesen worden war.

Experten kritisieren mittlerweile, dass deutsche Politiker und ihre wissenschaftlichen Ratgeber bei der Erforschung der Vogelgrippe-Ausbreitung wertvolle Zeit verloren hätten. Man habe allein auf die Vogelzug-Hypothese gesetzt und so von anderen Spuren abgelenkt, beklagte Franz Bairlein, Leiter des Wilhelmshavener Instituts für Vogelforschung.

Als im Februar 2006 die Vogelgrippe erstmals in Deutschland aufgetreten war, waren die Schuldigen schnell gefunden: Zugvögel mussten es gewesen sein, die die tödliche Fracht quasi als blinde Passagiere auf ihren langen Flügen aus den sibirischen Brutgebieten in die Überwinterungsquartiere an der deutschen Ostsee eingeschleppt haben, hieß es unisono.

Handelswege statt Vogelzugrouten
Das Auftreten der Vogelgrippe in zwei Bundesländern mitten im Sommer und der neue Vergleich mit Viren aus Tschechien nährt Zweifel an der Theorie, die auch für den Menschen gefährliche Tierseuche verbreite sich vor allem über den Vogelzug. "Die Zuweisung zu Wildvögeln halte ich für falsch, und sie hat uns viel Zeit gekostet", sagt der Chef der Artenschutzabteilung im Berliner Senat, Klemens Steiof. "Viel Zeit ist verstrichen, ohne dass wir heute schlauer sind als zuvor", lautet sein Fazit.


DIE VOGELGRIPPE
a.. Virus
b.. Symptome
c.. Gefahr für Menschen
d.. Behandlung


DDP


Die Vogelgrippe, auch als Aviäre Influenza bekannt, ist eine hochansteckende Viruskrankheit und befällt vor allem Hühner und Puten, aber auch Wildvögel, Fasane und Perlhühner. Der Virusstamm H5N1 ist eine besonders aggressive Variante, die bei 80 bis 100 Prozent der erkrankten Tiere innerhalb weniger Tage zum Tod führt. In seltenen Fällen können sich auch Menschen anstecken. Weltweit wurden bisher über 300 solcher Fälle festgestellt, die meisten in Asien. Fast 200 Menschen starben. Die meisten hatten beruflich mit Geflügel zu tun.

Übertragen wird die Seuche von Tier zu Tier durch direkte Berührung, über Kot, Speichel und Tränenflüssigkeit oder über Kontakt mit infiziertem Material wie Transportkisten oder Eierkartons. Bei starker Staubentwicklung ist auch eine indirekte Ansteckung über die Luft möglich. APDie Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt meist 3 bis 14 Tage. Oft treten hohes Fieber, Atemwegsprobleme, Schwarzfärbung von Kamm und Kehllappen, Mattigkeit, Fressunlust, verminderte Legeleistung undDurchfall auf. Die Tiere können aber auch plötzlich tot umfallen oder ersticken.


AP-Forscher sind besorgt, dass H5N1 mutieren könnte, bis es von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Neuere Forschungsergebnisse bestätigen diese Befürchtung: Der Subtyp H1N1, der von 1918 bis 1920 als Spanische Grippe grassierte und bis zu 50 Millionen Tote forderte, war ein reines Vogelvirus, das sich an den Menschen angepasst hat. Denkbar ist auch eine Doppelinfektion eines Menschen oder eines Schweins mit menschlichen und tierischen Erregern. Dabei könnte sich eine Virus-Variante bilden, die eine verheerende weltweite Seuche - eine sogenannte Pandemie - auslösen könnte.

Zwei Medikamente können Menschen im unwahrscheinlichen Fall einer H5N1-Infektion helfen: Die antiviralen Medikamente Tamiflu (Roche) und Relenza (GlaxoSmithKline). Tamiflu gibt es als Tablette oder Saft, Relenza als Pulver, das inhaliert wird. Sie werden auch Neuraminidase-Hemmer genannt. Neuraminidase ist eine Eiweißstruktur an der Virushülle. Wird diese Struktur von den Medikamenten blockiert, können neu gebildete Influenza-Viren die Wirtszelle nicht mehr verlassen und sich daher nicht weiter im Körper ausbreiten. Die deutschen Bundesländer haben 2006 beschlossen, mehr als acht Millionen Dosen beider Medikamente als Vorsichtsmaßnahme kaufen. Sie sollen die Monate zwischen einem Pandemie-Ausbruch und der Entwicklung eines Impfstoffs überbrücken.

Wie Steiof glauben viele Experten, dass nicht die Vogelzugrouten sondern die Lieferwege des internationalen Handels mit Geflügel und Geflügelprodukten der Pfad sind, auf dem das Virus seinen Siegeszug über die Kontinente fortsetzt. Ausgehend von Südostasien erreichte das H5N1-Virus, dem dort Hunderttausende Vögel und - bedrohlicher - bis heute annähernd 200 Menschen zum Opfer gefallen sind, im vergangenen Jahr 13 europäische Staaten. Darunter auch Deutschland, wo mit den neuen Fällen in Nürnberg und Sachsen 353 Fälle amtlich bestätigt sind.

"Es gibt praktisch keinen Vogelzug zu dieser Jahreszeit", sagte Steiof. "Es ist höchste Zeit, nun zu untersuchen, wo im Öko-System sich das Virus ausbreitet. Das ist im letzten Jahr versäumt worden." Für wahrscheinlichere Überträger als die auch von Agrarminister Horst Seehofer lange favorisierten Wildvögel halten viele Experten Zuchttiere oder illegal gehandelte Wildvögel. Auch die Ausbreitung der Seuche von Ungarn nach England sei eindeutig auf den Export von Truthahnfleisch zurückzuführen, sagte Steiof.

Der Ornithologe Bairlein fürchtet, dass sich die Vogelgrippe mittlerweile fest in der Wildvogelpopulation etabliert hat und dass auch Vögel das Virus in sich tragen, ohne unmittelbar daran zu sterben. Die immer neuen Funde zeigten dies "schlaglichtartig". Bairlein beklagte mangelndes Grundlagenwissen, um Strategien gegen ein Übergreifen auf Zuchtbestände und somit auf die Nähe des Menschen zu verhindern.

hda/dpa/Reuters
 

 


Endlich wissenschaftlich bewiesen:

Jäger sind Lustmörder

Ein Jäger namens Günter Kühnle schrieb an der Universität Trier eine Doktorarbeit "Die Jagd als Mechanismus der biotischen und kulturellen Evolution des Menschen", betreut von dem jagenden Universitätsprof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. mult. Paul Müller ( http://ub-dok.uni-trier.de/diss/diss45/20030120/20030120.htm). "Wild und Hund" fasst das Opus unter der Überschrift "Keine Angst vor der Lust" im Heft 24/2003 auf den Seiten 32 bis 35 so zusammen:
"Kühnle, der selbst Jäger ist, hält wenig davon, jagdliches Tun ausschließlich mit ökologischen Argumenten zu rechtfertigen. Sein Credo lautet: Beim Erlegen des Wildes erleben Jäger einen Kick, und zu dem sollten sie sich bekennen."

Kick bedeutet dabei auf altdeutsch "Lust, Freude, Entspannung, Glück".

"Die Forschung hat deutlich gezeigt: Dem Jäger geht es nicht um die Vernichtung eines speziellen Tieres, an das er sich herangepirscht hat. Er erlebt aber seinen emotionalen Erfolg, den Kick, nur, wenn es ihm gelingt, das Leben eines speziellen Tieres zu vernichten. Das klingt paradox."

In der Tat! Das "emotionale Jagdparadox", mit dem Dr. Kühnle fast 600 Seiten vollschreibt, ist zusammenkonstruiert. Denn wer darauf aus ist, ein Tier zu töten, muss zwangsläufig auch ein bestimmtes Tier töten, und sei es das, das zufällig als erstes vor die Flinte läuft, oder, näher an der Wirklichkeit, das das prächtigste Geweih hat.
"Da es viele Jäger gibt, die ein hohes Interesse daran haben, den emotionalen Kick immer und immer wieder zu erleben, werden sie ihr komplettes jagdliches Tun so gestalten, dass immer genügend jagdbares Wild vorhanden ist."
Die Jäger schaffen also die Probleme, die sie zu lösen vorgeben.

Angeblich profitiert hiervon nicht nur die Tier-, sondern auch die Menschenwelt.
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